
Öffentliche Banken sichern Stabilität, setzen als politischer Hebel gezielt Anreize und wirken als Motor gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Transformation. Diese Rolle bringt besondere Anforderungen mit sich: Kostendruck, der Anspruch, kurzfristige politische Vorhaben umzusetzen, eine stetig komplexer werdende Regulatorik und begrenzte Ressourcen wirken gleichzeitig auf jedes größere Vorhaben – und die Sicherung des laufenden Betriebs.
Deutsche Bundesbank, Förderbanken auf Bundes- und Landesebene und Landesbanken haben einen besonderen öffentlichen Auftrag, hohe regulatorische Dichte und geringe Fehlertoleranz – bei historisch gewachsenen IT- und Organisationsstrukturen. Als Förder- und Finanzierungsinstitutionen sind sie gleichzeitig Garant von Stabilität und aktiver Hebel für politisch gewollte Anreize und Transformationsziele.
Die Ausgangslage unterscheidet sich dabei je nach Institutstyp von Förderauftrag bis Marktgeschäft. Der Tagesbetrieb und regulatorische Pflichtaufgaben binden bereits einen Großteil der Ressourcen, während zugleich dringend notwendige, teils überfällige Digitalisierungsmaßnahmen und das kurzfristige Aufsetzen neuer Förderstrecken bewältigt werden müssen. Demografischer Wandel, steigende Kundenerwartungen und zunehmende geopolitische Abhängigkeiten verschärfen diese Gemengelage zusätzlich. Hinzu kommt ein ganz eigener Spagat: Institute sollen schnell auf dynamische Krisen reagieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Mittel zielgerichtet bei den Berechtigten ankommen und der jeweilige öffentliche Auftrag effektiv erfüllt wird. Wir kennen diese Realität aus der Praxis öffentlicher Banken.
Öffentliche Banken haben meist kein Erkenntnis-, sondern ein Übersetzungsproblem. Es braucht Lösungen, die technologisch, wirtschaftlich, regulatorisch und politisch tragfähig sind – und in der Organisation neben dem Tagesgeschäft anschlussfähig umgesetzt werden, um Wirkung zu entfalten.
Yvonne Scholliers, Business Lead Public Banking Advisory

Cassini betrachtet die Transformation öffentlicher Banken als ein Zusammenspiel von öffentlichem Auftrag, Regulierung, Wirtschaftlichkeit, Organisation, Technologie sowie Führung und Kultur – nicht als reines Technologie- oder Organisationsproblem. Dabei führen wir unterschiedliche Perspektiven in ein gemeinsames Entscheidungsbild zusammen, klären Verantwortlichkeiten und begleiten aktiv bis in die Umsetzung. Dies gilt sowohl für Vorhaben, die gerade erst angedacht werden als auch für jene, die bereits ins Stocken geraten sind. Kurze Lern- und Entscheidungsschleifen, ein iteratives Vorgehen und die gezielte Beteiligung der Mitarbeitenden sorgen für ein kontrolliertes, risikoärmeres Vorankommen – getragen von Führung, die Veränderung vorlebt.
Zu viele parallele Vorhaben und eine fehlende Verbindung zwischen Strategie und operativer Realität erschweren eine klare Ausrichtung. Häufig fehlen belastbare Zielbilder darüber, wie Initiativen zusammenspielen und was priorisiert werden muss. Zudem hinaus fließen Ressourcen in Initiativen, ohne echte Wirkung entfalten zu können.
Historisch gewachsene IT-Landschaften und Übersetzungskonflikte zwischen Fachbereich und IT erschweren die digitale Weiterentwicklung öffentlicher Banken. Technologische Innovation vor dem Hintergrund fachlicher, sicherheitsrelevanter und regulatorischer Anforderungen nutzbar zu machen, stellt öffentliche Banken vor Herausforderungen.
Komplexe Entscheidungswege und sequenzielle Abstimmungsschleifen verzögern Transformationsvorhaben von öffentlichen Banken. Steuerung und Legitimation laufen dadurch häufig getrennt voneinander.
Fehlende Beteiligung der Mitarbeitenden, diffuse Ownership und unklare Ausrichtung bremsen Veränderung in öffentlichen Banken. Eine tragfähige Fehlerkultur und kurze Lernschleifen für Innovation sind selten etabliert. Konzepte bleiben dadurch häufig ohne nachhaltige Wirkung in der Organisation.
Betrieb und regulatorische Pflichtaufgaben binden bereits einen Großteil der verfügbaren Kapazitäten, während politische und fachliche Liefertermine unverändert bestehen bleiben. Transformationsvorhaben laufen deshalb häufig ohne eigene geschützte Kapazität nebenher. Die Folge: Entweder der Betrieb wird überlastet oder die Veränderung gerät ins Stocken.







In einem ersten Gespräch ordnet unsere Expertin Yvonne Scholliers Ursachen und Risiken ein, spricht mit Ihnen über tragfähige Lösungswege und zeigt erste priorisierte Schritte für Ihr Transformationsvorhaben auf.

Senior Management Consultant
Yvonne Scholliers ist Senior Management Consultant und verantwortet als Business Lead das Segment Public Banking Advisory, das die Transformation öffentlicher Banken vorantreibt. Ihr Schwerpunkt liegt auf agiler Transformation und Organisationsentwicklung. Sie brennt dafür, Organisationen wirksamer zu machen – vom Individuum über High Performing Teams und Bereiche bis zur Gesamtorganisation und deren Zusammenspiel mit anderen Institutionen. Tragfähige Lösungen entstehen für sie vor allem durch partizipative Prozesse. Die Erfahrungen als Beraterin und Führungskraft haben ihren Blick dafür geschärft, wie wertvoll unterschiedliche Perspektiven sind und was durch echte Zusammenarbeit entstehen kann. Yvonne bringt Struktur in komplexe Situationen und sorgt dafür, Dinge ins Laufen zu bringen – mit Positivität, strategischer Klarheit und Verlässlichkeit.
Sprechen Sie mit dem Public Banking Advisory Team darüber, welche Vorhaben wirklich auf Ihre Handlungsfähigkeit einzahlen — und wie sie wirksam in Umsetzung kommen.
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