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10.04.2018

Digital Farming – wie die Agrarbranche digitale Transformation vorlebt

Cassini Berater Waldemar Welsch über Zukunftstechnologien in der Landwirtschaft

Kaum ein anderer Wirtschaftszweig bietet so umfängliche Anwendungsfelder zu aktuellen Technologie-Themen wie die Agrarbranche. Ob Autonomes Fahren, Big Data, Augmented Reality, künstliche Intelligenz oder Robotik – anscheinend jede Zukunftstechnologie findet schon heute eine konkrete und nutzenstiftende Umsetzung auf den Feldern und in den Ställen der Landwirte. Aber warum ist ausgerechnet die Agrarbranche so innovativ?

Betrachtet man die historische Entwicklung der Landtechnik, stellt man schnell fest, dass die Branche seit mehr als einem Jahrhundert enorme Disruptionen durchlebt. Mechanisierung, hybrides Saatgut und chemischer Pflanzenschutz sind hier nur einige Beispiele für die vielfältige Integration von Innovationen. Auch die jüngste Disruption „Digital und Smart Farming“ ist im vollen Gange und verspricht enorme Potentiale in Sachen Ressourceneffizienz und Ertragssteigerung. Die Branche ist auf diese Innovationen angewiesen, sollen in Zukunft etwa das Nachwuchsproblem der Landwirtschaft und die Ernährung der Weltbevölkerung im gleichen Zug gelöst werden.

Die Landwirtschaft zeigt sich offen für neue Technologien und bietet damit eine ideale Spielwiese für Produktentwickler und Visionäre. Was sich aktuell bei der Digitalisierung der Landwirtschaft bewegt, wurde auf der Digital Farming Conference der Bitkom am 22. März 2018 in Berlin deutlich. Mehr als 300 Experten aus Agrarindustrie, Politik, Digitalwirtschaft und Wissenschaft diskutierten über die digitale Landwirtschaft der Zukunft. Mit von der Partie war Cassini Berater Waldemar Welsch. In seinem Vortrag zeigte er eindrucksvoll, wie die Agrarbranche es schafft verschiedene Daten unterschiedlicher Sensoren zu kombinieren, um den Landwirt bei komplexen Problemstellungen durch digitale Lösungen zu unterstützen.

Doch unterstrich Welsch am Beispiel der Satellitenbildtechnologie auch, dass die bloße Generierung und Darstellung einer Vielzahl isolierter Rohdaten („Big Data“) alleine keinen Mehrwert liefern könne. Erst die Vernetzung von Sensoren („IoT“) und die interdisziplinäre Interpretation („Data Intelligence“) verschafften dem Endnutzer einen Informationsvorsprung.

Weiteren Optimierungsbedarf sieht Welsch beim methodischen Vorgehen in der Entwicklung von digitalen Lösungen. Denn oftmals werden Soft- und Hardware am Landwirt vorbei entwickelt. Ansätze des „Design Thinking“ könnten hier helfen, Problemstellungen stärker aus Sicht des Landwirts zu beleuchten oder Landwirte gänzlich in den Entwicklungsprozess zu integrieren.

Nichtsdestotrotz sieht Welsch die Agrarbranche auf einem sehr guten Weg, eine Vorzeigerolle für digitale Transformation einzunehmen. Cassini ist als Innovator mit dabei und unterstützt Unternehmen der Landtechnik, Chemie- und Agrarindustrie bei der Implementierung disruptiver Technologien. Das Video zu seinem Vortrag „Precision Farming – Wie Satellitenbilder die Landwirtschaft revolutionieren“ finden Sie hier.

Bildquelle: www.farming-conference.de / Bitkom, Caroline Wittig